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Marul - Alpe Laguz
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Marul – Alpe Laguz, eine Trainigstour?
Unsere Trainingstour für den autofreien Tag am Albulapass am 7.9.2008 beginnt natürlich an der Bahnstation Ludesch am Talboden des Walgaus. Die erste Frage betrifft die Bekleidung. Was lässt man an, was zieht man aus? Bei den frischen Morgentemperaturen keine leichte Entscheidung, zumal es gleich ordentlich bergauf geht.
Gleich oberhalb von Ludesch werden wir das erste Mal belohnt, ein traumhafter Blick auf die Zimba mit einem Hauch von „Puderzucker“. Dafür werden wir aber dann etwas genervt. Weil auf der Alpe Steris eine Kapelleneinweihung stattfindet, sind leider viele Autos unterwegs. Manche dieser Autofahrer haben das Wort Seitenabstand wohl noch nie gehört, dazu die Abgase. Dann endlich Raggal, meine Freunde warten schon auf Evi und mich und eine kleine Pause tut not.
Die Weiterfahrt nach Marul beginnt mit einer Abfahrt von einem Kilometer und leider auch vielen Höhenmetern, die ich wieder herschenken muss, in der Gewissheit, dass es nach Marul wieder hinaufgeht. Endlich erreichen wir die Straße zur Alpe Laguz. Kaum ein Auto, kein Wirbel und es geht ziemlich eben weiter. Die ersten kräftigen Steigungen müssen aber bald erklommen werden und flachere Abschnitte zur Erholung sind rar.
Dann der erste Blick auf die Rote Wand. Das Bild ist schon fast kitschig, der weiße Schnee, das satte Grün und darüber ein strahlend blauer Himmel. Und dann nach insgesamt 1500 Höhen-metern der Talkessel der Alpe Laguz. Der erste Schluck Fohrenburg Bier ist ein Genuss. Ich glaube, selbst Becks oder Heineken hätte mir nach dieser Leistung geschmeckt. Gut getan haben mir auch die ungläubigen Blicke der normalen Mountainbiker. Das sieht man nicht jeden Tag im Hochgebirge: einen Karbon Ultratieflieger mit einem Holländer als Piloten, Liegeräder unterschiedlichster Bauart und eine Frau, die das alles mit Birkenstocksandalen schafft.
Die Abfahrt ist das zweite Highlight an diesem Tag. Während Evi wie üblich gut gebremst abwärts rollt und Rainer und ich etwas schneller unterwegs sind, lassen es die anderen doch ordentlich laufen. In einer engen Rechtskurve treffen wir einander wieder, denn der große Postbus kommt an Zukis Dreirädler nicht vorbei. Dann geht es weiter abwärts, bis zur Abzweigung nach Raggal. Na klar, die Straße ist noch nicht eingeebnet und so quäle ich mich wieder verschenkte Höhenmeter nach oben. Die weitere Abfahrt nach Ludesch ist ein wahrer Genuss. Kaum ein Auto, kaum ein Motorrad, die unsere Fahrt behindern. Dann im Ortszentrum treffen wir uns alle wieder, jeder ist happy über die erbrachte Leistung.
Heimweg über „Sternen“ in Rankweil und mit einem kleinen Missverständnis. Ich habe offensichtlich meinen Freunden beim Gespräch über die Heimfahrt nicht richtig zugehört und fahre ihnen davon, sogar zweimal. Sorry! Soll nicht wieder vorkommen.
Erich Burschowsky
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Die Laguz-Alpe liegt in einem kleinen Seitental südwestlich des Großen Walsertals (nicht zu verwechseln mit dem bekannteren Kleinen Walsertal!). Dieses Ziel ist als Abstecher auf der Fahrt übers Faschina-Joch oder als eigenständige, kleine Tour interessant. Man kann auch dorthin radeln und von dort ausgedehnte, lohnende Bergwanderungen machen. Der dominierende Berg im Talschluss ist die Rote Wand (2704 m) im Quellgebiet des Lech. Die Alpe selbst liegt in einem wunderschönen Talkessel, der auch als der schönste Talabschluss der Gegend bezeichnet wird. Im Großen Alpenstraßenführer von Denzel ist diese Straße unter der Nummer 126 beschrieben, in Ausgabe 21 noch als Mautstraße mit Erdbelag, was aber seit wenigen Jahren nicht mehr richtig ist. Die inzwischen asphaltierte Straße ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt und nur mit dem „Wanderbus“ zu befahren. Da es sich um einen Alpweg handelt, der erst nachträglich befestigt wurde, befinden sich in kurzen Abständen Wasserablaufrinnen in der Fahrbahn, über die man wahrscheinlich am Besten hüpft.
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